Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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7 ½ Meilen vom oͤſtlichen Vorgebirge Kdapo Malia. Vor der Stadt war eine Inſel von faſt einer Meile im Umfange, die wohl bewohnt war, und mit dem Lande durch einen Iſthmus vereinigt iſt, welcher die Breite eines Feldweges hat; zu beiden Seiten war ein Hafen, wie noch jetzt. Den ſuͤd⸗weſtlichen Hafen vertheidigten zwei ſteinerne Bollwerke, wovon noch einige Truͤmmer uͤbrig ſind; die Einfahrt iſt zwiſchen denſelben. Den andern Hafen gegen Nord⸗Weſt vertheidigte ein ſteinernes Bollwerk, wovon noch viele Ueberbleibſel zu ſehen ſind. Der Hafen gegen Suͤd wird jetzt bloß von großen Schiffen beſucht. Die Stadt war ehemals ſehr groß, und man findet uͤberall feine Stuͤcke von grauem Marmor, als Ueberbleibſel von Gebaͤuden, und mehre unvollſtaͤndige Inſchriften. An dem Eingange zum biſchoͤflichen Palaſt iſt ein ſehr merkwuͤrdiger alter Stuhl, welcher aus einem einzigen Stuͤcke von weißem Marmor gehauen iſt. Nebſt Pit⸗ takus waren die Poeten Alkaͤus und Sapho, und der Geſchichtſchreiber Theophanus daſelbſt geboren, welcher ſich der Beguͤnſtigung Pompejus des Gro⸗ ßen zu erfreuen hatte, und deſſen Sohn von Auguſt zum Prokurator Aſiens ernannt wurde. 2 Die jetzige Stadt liegt auf dem Striche Landes, welcher nach der Halbinſel ſich zieht, auf deren beiden Seiten ſie ſich am Geſtade eben ſo hinzieht, wie gegen Suͤd den Huͤgel hinauf. Sie iſt gut gebaut, und hat etwa eine Meile im umfange. Das Schloß ſteht auf