Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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dem Kopfe, welcher ſich um den Hals zieht, und zu⸗ weilen uͤber das Kinn und den Mund lauft; ihr Bu⸗ ſen iſt unanſtaͤndig bloß. Sie haben weder einen Arzt, noch einen Chirurgen, noch einen Rechtsgelehrten; ſie werden, wie zu Seio, durch drei Vikardi regiert, welche Landleute ſind. Der Kadi von Seio ſchickt manchmal ſeine Abgeordneten zur Beilegung der Strei⸗ tigkeiten. Sie zahlen dem Kapitaͤn Baſſa, oder dem oberſten Admiral jaͤhrlich zwei Beutel; denn dieſem gehoͤren alle Inſeln, welche nicht durch einen Baſſa oder Moſelem regiert werden; daher von Cypern, Rhodus, Kandien, Negroponte, Scio und Mitylene der Admiral nichts bekommt. In kirch⸗ lichen Angelegenheiten ſtehen ſie, wie alle Inſeln, welche keinen eigenen Biſchof haben, unter dem Pa⸗ triarchen von Konſtantinopel. Dieſer haͤlt einen weltlichen Vikar, welcher auf der Inſel wohnt, und zugleich uͤber Voliſſo und Perieh in Seio regiert. Dem Patriarchen werden jaͤhrlich 30 Thaler durch den Vikar von Seio gezahlt; auf der ganzen Inſel ſind s Prieſter. Der ganze Handel beſteht in der Ausfuhr des Weines, und in der Einfuhr des Getreides und anderer Beduͤrfniſſe. Da die Bai offen iſt, ſo werden die kleinen Boote und Barken an das Land gezogen. Am Tage des heil. Lukas kam ich in die Kapelle glei⸗ ches Namens, wo viele Menſchen zur Andacht ver⸗ ſammelt waren. Die Weiber und Kinder brachten kleine Wachslichter und einen Korb oder eine Schuͤſſel