Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſchieferartigen Stein, in welchem viele Adern aus weißem Marmor ſind. Der hohe Berg gegen Nord, auf welchem die Kapelle des heil. Elias ſteht, iſt mei⸗ ſtens aus grauem Marmor. Es gibt auch rothen broͤ⸗ ckeligen Granit, welcher dem Porphyr etwas gleicht. Es gibt gute Quellen, aber kein Gras; der Boden iſt meiſtens mit niedrigem Geſtraͤuche bewachſen. Baͤume, welche wild wachſen, findet man hier nicht; ſelbſt die wenigen Feigen werden gepflanzt. Baumwolle fehlt; Korn wird aus Aſien gebracht. Das vornehmſte Pro⸗ dukt iſt rother Wein, welcher nach Seio gebracht wird und ſehr ſtark iſt.

Der ſuͤdliche und mittlere Theil der Inſel beſteht meiſtens aus kleinen Huͤgeln und zwei kleinen Ebenen, welche an beiden Meerbuſen liegen; der Boden ſcheint bier uͤberall gut zu ſeyn. An vielen Orten ſind die Seiten der Berge mit Wein depflanzt. Man pfluͤgt durch Ochſen; zum Beladen und Reiten bedient man ſich der Eſel; es gibt auch wenige Schafe und Ziegen. Die Einwohner ſind Griechen; ſie moͤgen ſich auf 1000 belaufen, wovon 200 Kopfſteuer zahlen. Alle leben in der Stadt, haben aber auf dem Lande Huͤtten, worin ſte ſich waͤhrend der Feldarbeit aufhalten. Sie wer⸗ den fuͤr tapfer und unerſchrocken gehalten, und haben ſich ſelbſt von den Ueberfaͤllen der Maltheſer befreit. Die Maͤnner tragen eine Art von Sandalen aus rohem Leder, welche mit Riemen um den Fuß und Knoͤchel gebunden ſind. Die Weiber tragen einen Schleier auf