613 dem Nile nach Kairo, oder in die Magazine von Raſchid. 1
Ehe man zu den Seen kommt, ſteht am Abhange eines Huͤgels ein kleines Haus, nach der Sage der Kopten, der Geburtsort ihres Heiligen Marimus.
„Wir reiſten immer nach Suͤdweſt fort, kamen auf einen voͤllig mit verhaͤrtetem Natrum bedeckten Sand, und langten in einiger Entfernung von einem großen, viereckigen Gebaͤude an, in welchem einige koptiſche Moͤnche leben. Es ſteht in der Mitte der Wuͤſte; ſeine ſehr hohen Mauern unterſcheiden ſich nicht von dem Sande, deſſen roͤthliche Farbe und nackten An⸗ blick ſie auch haben. Man bemerkt keinen ſichtbaren Eingang; kein Baum, keine hohe Pflanze umgibt das⸗ ſelbe; man bemerkt in ſeiner Nachbarſchaft keine Sour von Menſchen.. 4 3
In einiger Entfernung wurden wir von einem
Haufen raͤuberiſcher Beduinen uͤberfallen und ausgepluͤn⸗ dert; jedoch erhielt ich auf die Rede meines Fuͤhrers Huſſein meine Sachen wieder zuruͤck. 1
„MNur mit Muͤhe konnten wir von den Moͤnchen die die Erlaubniß erhalten, durch eine kleine Thuͤre in das Kloſter zu kommen: denn gewoͤhnlich zieht man die Reiſenden an einem Stricke hinauf. Wir wohn⸗ ten in dem Kloſter, unſern Fuͤhrer ausgenommen, einer ſehr langen Meſſe bei; hierauf folgte eine ſehr kurze Abendmahlzeit, welche blos aus Reis, der in Waſſer gekocht war, beſtand. 4..
„Der Schlupfwinkel der koptiſchen Moͤnche heißt
Zaidi el Baramus, und bei den Arabern Kafr Zaidi. Es hat Mauern ohne irgend eine Heffnung; eine kleine Thuͤre, welche jaͤhrlich nur einige Male ge⸗ oͤffnet wird, darf man fuͤr keine ſolche anſehen. Das ganze Gebaͤude iſt aus nicht harten Kalkſteinen gebaut. Innerhalb der Mauern iſt ein kleines, mit Graben umgebenes Kaſtell mit einer Zugbruͤcke, der Zufluchts⸗
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