Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Heiligen Saadi, und feiern jaͤhrlich ein Feſt auf eine ihrer Stiftung angemeſſene Weiſe. Sie ziehen in Pro⸗ zeſſionen auf den Straßen herum, halten in der Hand eine lebendige Schlange, welche ſie unter ſchrecklichen Verzuckungen und Grimaſſen beißen, zerreißen und verſchlingen. Dieſe Menſchen ſind in Aegypten ſehr geehrt; die Tuͤrken aber in andern Theilen des osma⸗ niſchen Reiches lachen daruͤber.

XXIV. In dem Arme des Fluſſes, welcher Ra⸗ ſchid vorbei geht, fand ich unter andern Arten von Fiſchen, den Nilaal, welchen die alten Aegypter, nach Herodot, fuͤr heilig hielten. Die Prieſter hat⸗ ten ihm wahrſcheinlich, einiger ſchaͤdlichen Eigenſchaften wegen, um das Volk von ſeinem Genuſſe abzuhalten, das Siegel der Heiligkeit aufgedruͤckt. Jetzt eſſen ihn die Aegypter und Europaͤer, ohne uͤble Folgen zu ver⸗ ſpuͤren. Die Tuͤrken eſſen ihn deßwegen nicht, weil er ſich nach ihrer Meinung mit den Schlangen begat⸗ ten ſoll.

Auf meinen Spaziergaͤngen um Raſchid bemerkte ich unter andern Voͤgeln, Meißen, Grasmuͤcken, Gold⸗ haͤhnchen, Feigendroſſeln, Nachtigallen mit einer un- melodiſchen Stimme, Raubvoͤgel, welche ſich mehr den Falken als einer andern Art naͤhern. In der Naͤhe der Gewaͤſſer ſah man Eisvoͤgel und Reiher. An den Mo⸗ raͤſten befanden ſich zahlreiche Herden von Brachvoͤgeln, und in dem Schilfe, welches darin waͤchſt, verbargen ſich Waſſerhuͤhner. Dieſen ſchoͤn geſiederten Vogel