Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gießt wohl riechende Waſſer auf dieſelben, und arabiſche Wohlgeruͤche durchdringen alle Schweiß⸗Loͤcher. Ueber der Stelle, wo das Haupt des Verſtorbenen ruht, er⸗ hebt ſich eine kleine ſteinerne Saͤule, auf welcher man oben einen Turban ſetzt.

Damit die Codten nichts mit den Chriſten gemein haben, traͤgt man ſie mit dem Kopfe vorwaͤrts. Vor⸗ gus gehen Prieſter, welche Stellen aus dem Alkoran vorleſen; im Gefolge des Zuges ſchreien und wehklagen fuͤr Geld gedungene Frauen.

XXIII. In Aegypten beſchneidet man nicht allein die Maͤnner, ſondern auch die Weiber. Letztere Art von Beſchneidung war auch ein Volksgebrauch der alten Aegypter; weibliche Fremdlinge beobachten dieſen nicht, weil ſie es nicht noͤthig haben.

Man beſchneidet die aͤgyptiſchen Maͤdchen im 1. oder 8. Jahre, gewoͤhnlich zur Zeit als der Nil zu ſteigen anfaͤngt. Die Beſchneidung beſteht darin, daß eine Frauensperſon aus Said, einen laͤnglichen klei⸗ nen Fleiſchklumpen, welcher mit den Jahren groͤßer

wird, und die Oeffnung der Scham bedecken wuͤrde,

mit einem ſchlechten Schermeſſer, ohne großen Schmerz des zu beſchneidenden Maͤdchens, von der Scham trennt. Ich wohnte der Beſchneidung von zwei Maͤd⸗ chen bei.

Ein Schauſpiel anderer Art gewaͤhrte mir in mei⸗ ner Wohnung der Anblick der Pſylli, Schlangen⸗ Baͤndiger. Sie ſind Anhaͤnger des mahomedaniſchen