598 3 Mahomedaner den Hund; er darf ſeine Wohunng nicht betreten, weil er ihn fuͤr unrein haͤlt. Er hegt eine beſondere Liebe gegen die Katzen. Man ſindet Katzen in allen Haͤuſern Aegyptens.
Die Thiere tragen das Gepraͤge des Klima an ſich. Der Mungo oder Ichneumon it, ungeachtet ſei⸗ ner Neigung zur Vertraulichkeit, kein Hausthier. Aegyptens.
XVIII. Den 24. Oktober beſuchte ich ein altes, eingefallenes Schloß, welches in einiger Entfernung
von Raſchid gegen Norden ſteht; es war, wie ein
anderes am jenſeitigen Ufer des Nils, zur Vertheidi⸗ gung des Fluſſes beſtimmt. Beide ſind jetzt nicht ganz
eine halbe Meile vom Meere entfernt. Die Erbauung
des erſten, welches jetzt gaͤnzlich zerſtoͤrt iſt, ſchreibt
man dem b. Ludwig aus der Zeit der Kreuzzuͤge zu.
Die Dattelbaͤume ſind in dieſen Gegenden ſehr
zahlreich. Ich toͤdtete heute Uhue, Wiedehopfe, Tur⸗
teltauben und ein Kaͤutzlein. An den Baͤchen und den Graͤben fand ich die
Lotuspflanze, den Nufar der Araber. Es iſt
eine Waſſerpflanze, mit weißen wohl riechenden Bluͤten. Ihre Wurzel iſt eines der gewoͤhnlichſten Nahrungs⸗ Mittel der Aegypter, wie ſie es einſt unter dem Na⸗ men Lotus war. Unter andern nuͤtzlichen Pflanzen bemerkte ich auch eine Art Caectus, deren Frucht von den Einwohnern gegeſſen wird, und unter den Baͤu⸗ men den Seißaban, oder die Akazie, mit gelben Bluͤ⸗


