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Alle Muſelmaͤnninnen, Juͤdinnen und Chriſtinnen faͤrben ſich mit Bleiglanz die Augenbraunen und Augen⸗ lieder ſchwarz, und Haͤnde und Naͤgel roth. Auch die Fußſohlen werden mit eben derſelben Farbe beſchmiert. Von dem gruͤulichen Staube der getrockneten Blaͤtter des Henné verſchaffen ſich die Weiber ſolche wun⸗
derliche Verſchoͤnerungs⸗Mittel. Man ſieht auch die Maͤnner ſich den Bart mit dem Henné faͤrben, und den Kopf damit uͤberſchmieren.
Die aͤgyptiſchen Frauenzimmer ſtreben vorzuͤglich nach einer weichen und glatten Haut; die Stellen, woruͤber die Natur einen Schleier geworfen hat, ver⸗ lieren ihren Schatten; Alles iſt gleich glatt und polirt. Der groͤßte Theil bedient ſich hiezu eines Schermeſſers,
Andere nehmen eine Salbe, welche die Tuͤrken Rus⸗
ma, die Araber Nouret nennen. Die Frauenzim⸗ mer bedienen ſich dieſer beiden Mittel nicht, ſondern unterwerfen ſich einer ſchmerzhafteren Operation, und laſſen die Haare mit Gewalt ausreißen. Unverheira⸗ thete laſſen die Haare wie ſie ſind; an ihrem Hochzeit⸗ tage reißt man ihnen gewaltſamer Weiſe den Schleier der Natur weg. Außer dem Wunſche, eine weiche und glatte Haut zu haben, wenden die Weiber die groͤßte Sorgfalt auf den Erwerb einer dicken Leibes⸗ Geſtalt. Uebrigens gibt es kein Land in der Welt, wo die Frauen ihre Aufmerkſamkeit auf die Reinlichkeit weiter als in den Morgenlaͤndern treiben.
XVII. Mit Verachtung und Abſcheu betrachtet der
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