Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Am oͤſtlichen Ufer ſteht ein großes, viereckiges Gebaͤnde, deſſen Bauart jenem der franzoͤſiſchen Fak⸗ torei zu Alexandrien gleſch kommt. Man nennt dieſen Ort Maudié(Faͤhre).

Eine halbe Meile weiter bemerkt man an der Kuͤſte alte Mauern und Truͤmmer, wahrſcheinlich

Spuren vor Heraklium. Von Maudie erreicht man das Seeufer. Dieſes iſt in dieſem Meerbuſen ſo niedrig, daß das Waſſer ohne die feſten Daͤmme eine große Strecke Landes bedecken wuͤrde; bei ſtuͤrmi⸗ ſchem Wetter uͤberſchwemmt es einen großen Strich des Landes. Man reiſet beinahe 4 Meilen am Meere auf von den Wellen beſpuͤhltem Sande, der, wenn er trocken, ſehr beweglich iſt.

Am Meere ſteht das Grabmal eines mahomeda⸗ niſchen Heiligen; ein Araber bietet Caffee, ſalziges und heißes Waſſer an. Ein kleiner Thurm von Zie⸗ gelſteinen dient zum Zeichen, daß man das Ufer ver⸗ laſten maß; andere Thuͤrmchen gegen Oſt⸗Suͤd⸗Oſt dienen in einer beweglichen Ebene zum Wegweiſer, in welcher man ſich um ſo leichter verirren kann, weil man die Stadt Raſchid erſt entdeckt, wenn man in ihre erſte Straße hinein tritt.

Raſchid iſt eine artige, gut bevoͤlkerte, einfach und angenehm erbaute Stadt, ein Werk neuerer Zeit. An der Oſtſeite beſpuͤhlt der Nil ihre Mauern. Eine große angebaute Strecke mit Gaͤrten und wohl riechen⸗

den Luſtwaͤldchen breitet ſich gegen Norden von der