Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Triumphe zum Hauſe des Gemahls. Sewoͤhnlich be⸗ ginnt der Zug am Abende. Poſſenreiſſer, welche ſich

4 die Fuͤſte an lange Staͤbe gebunden haben, gehen mit

einer Balancierſtange in der Hand voraus. Zahl⸗ keiche Sklaven tragen vor den Augen des Poͤbels das Vermoͤgen, die Meubles, die Edelſteine zur Schau, welche zum Gebrauche der Verehelichten beſtimmt ſind. Schaaren von Taͤnzerinnen huͤpfen nach dem Klange der Inſtrumente voraus. Neich gekleidete Matronen ſchreiten langſam einher. Das junge Schlachtopfer erſcheint unter einem praͤchtigen, von vier Sklaven getragenen Thronhimmel. Ihre Mutter und Schwe⸗ ſtern unterſtuͤtzen ſie. Ein mit Gold, Perlen und Diamanten reich beſetzter Schleier verhuͤllt ſie ganz. Ein lange Reihe von Fackeln beleuchtet das Gefolge. Von Zeit zu Zeit ſingen Choͤre der Alme Strophen zum Lobe der Neu ⸗Verehelichten. Man waͤhlt immer die laͤngſte Straße; denn man iſt eiferſuͤchtig, den Augen des Volkes alle Pracht und Koſtharkeiten aus⸗ zukramen.

Iſt man bei dem Hauſe des Gemahls angekom⸗ men, ſo ſteigen die Frauen in den obern Stock, wo wo ſie durch Jaluſien einer Gallerie alles beobachten koͤnnen, was unten vorgeht. Die in dem Saale ver⸗ ſammelten Maͤnner miſchen ſich nicht unter ſie. Sie bringen einen Theil der Nacht in Feſtgelagen, Kaffee⸗ und Sorbettrinken hin, und hoͤren der Muſik zu. Die Taͤnzerinnen aber finden ſich unten ein⸗ legen ihre

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