Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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571 Talente und Kenntniſſe ihrer Vaͤter verloren. Die Araber ſind nach ihnen die aͤlteſten Einwohner des Landes. Diejenigen, welche, der Regierung der Beys unterworfen, die Fluren bebauen, haben die ihrer Nation angeborene Aufrig⸗ chtigkeit verloren; da bingegen diejenigen, welche unter der Herrſchaft ih⸗ rer Scheiks leben, ihre Geradheit und ihre Tugenden beibehielten. Die Beduinen bewohnen die Wuͤſteneien, und erklaͤren allen Karavanen den Krieg; aber ſie ſind edelmuͤthig, gaſtfreundlich und ihrem Schwure ge⸗ treu. Die Chriſten von Syrien, die Griechen und die Juden treiben mechaniſche Kuͤnſte. Wahrer Tuͤr⸗ ken findet ſich uur eine geringe Anzahl in Aegypten.

V. Mahomet, der Geſetzgeber Arabiens, er⸗ laubte, ſich ſtuͤtzend auf das Anſehen der Patriarchen und die Macht der Gewohnheit, die Aufloͤfung des Ehebandes, aber er ſtellte zugléeich Gott das Urtheil uͤber die Rechtmaͤßigkeit der Handlung jedes Einzel⸗ nen heim, und ſetzte der Willkuͤhr der Menſchen heil⸗ ſame Schranken. Eine Muſelmann kann keine Frau heirathen, ohne ihr eine ſeinem Vermoͤgen entſpre⸗ chende Mitgift auszuſetzen. Will er ſich von ihr tren⸗ nen, ſo laͤßt er den Richter kommen, und erklaͤrt in ſeiner Gegenwart dieſes Vorhaben; und ſind die vier Monate*) der Friſt voruͤber, ſo gibt er ihr die in dem

*)„Hat ein Mahometaner den Schwur gethan,