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Der Lucerner⸗Klee, welchen man drei Mal von November bis Maͤrz abmaͤhet, macht den Aegyptern allein zu ſchaffen. Er dient vorzuͤglich zur Nahrung fuͤr die Herden.
Da die Aegypter die Olive nicht pflanzen, ſo kau⸗ fen ſie ihr Oel in Kreta und Syrien. Aber ſie haben von ihren Vaͤtern den Geſchmack an Beleuch⸗ tungen geerbt, und ziehen deßwegen aus mancherlei Pflanzen Oel., Das gewoͤhnlichſte Brennoͤl iſt das aus Seſam bereitete, welches ſie Sireg heißen. Sie ma⸗ chen auch aus Schartam, Lein, Mohn und Lattich⸗ Samen einiges Oel.
Ihre Art die Bienen zu ziehen, iſt ſo merkwuͤr⸗ dig, als die kuͤnſtliche Ausbruͤtung der Eier. Da Ober⸗Aegypten nur vier oder fuͤnf Monate des Jahres ſein Gruͤn behaͤlt, und die Blumen viel fruͤ⸗ ber erſcheinen, ſo benutzen die Einwohner von Nie⸗ der⸗Aegypten dieſe koͤſtlichen Augenblicke. Sie ſammeln auf großen Schiffen die Bienen der verſchie⸗ denen Doͤrfer. Jeder Einwohner vertraut ihnen ſei⸗ ne genau bezeichneten Bienenſtoͤcke an. Iſt das Fahr⸗
zeug mit Leuten beſetzt, welche es lenken muͤſſen, ſo fahren ſie ganz ſanft den Strom aufwaͤrts, und hal⸗ ten an allen Plaͤtzen, wo ſie Gruͤn und Blumen fin⸗ den. Die Bienen fliegen mit Tages⸗Anbruche aus
ihren Zellen, beladen ſich mit dem Reichthume der Bluͤten, und
Schiffe zuruͤck.
kehren mehrmals mit der Beute zum Abends ſuchen ſie ihre Wohnungen


