Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſind gelb, dick und ſehr trefflich. Die Aegypter be⸗ reiten ein rothgelbes, zur Haͤlfte gekochtes, ſchlechtes Brod; denn ſtatt der Wind⸗ und Waſſermuͤhlen brau⸗ chen ſie nur Handmuͤhlen, und beuteln das Mehl nicht gehoͤrig. Der Reis verlangt etwas mehr Sorge. Man muß die Felder dazu bewaͤſſern, die Wurzeln fremdartiger Kraͤuter beraus reißen, und ihn alle Tage, wenn er gepflanzt iſt, mittelſt der Schoͤpfraͤder begießen. Nach s Monaten ſchneidet und ſammelt man ihn gewoͤhnlich. S Die Saatzeit iſt nach den Provinzen verſchieden. Nahe bei Siene ſaͤet man Gerſte und Korn im Ok⸗ tober und erntet im Januar. Gegen Girge ſchneidet man im Februar, und waͤhrend des Maͤrz in der Um⸗ gegend von Kairo. So iſt der gewoͤhnliche Gang der Ernte in der Said. 3 Es gibt noch eine Menge anderer Gegenden,

wo das Erdreich naͤher oder ferner dem Fluſſe, hoͤher oder tiefer liegt. In Nieder⸗Aegypten ſaͤet und erntet man das ganze Jahr. Die Erde ruht nie und gibt dreifache Ernte. Hier hat der Reiſende ohne Unterlaß das entzuͤckende Schauſpiel der Bluͤten, Ern⸗ ten und Fruͤchte vor Augen; Fruͤhling, Sommer und Herbſt bieten auf ein Mal ihre Schaͤtze dar. Faͤhrt man im Anfang Januars die Waſſerfaͤlle hernieder, ſo ſieht man das Getreid faſt reif, tiefer ſchießt es in Aeh⸗ ren, und noch weiter decken ſich die Ebenen mit Gruͤn.