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ſten Stadt Aegypten's angekommen iſt, faͤllt er eilf Fuß in den Schlund, den er ſich ſelbſt gegraben, und deſſen Gefahren die Schiffer zu trotzen wagen. Nun zieht er durch dieſes ſchoͤne Land dahin, fuͤllt alle Kanaͤle und Seen, ſtroͤmt uͤber die Gefilde, laͤßt hier einen fruchtbaren Schlamm und ergießt ſich durch ſieben Muͤndungen in das mittellaͤndiſche Meer.
In den erſten Tagen des Junius faͤngt der Nil zu wachſen an; aber ſehr merklich nur bei der Sonnen⸗ Wende. Zu dieſer Zeit truͤbt ſich das Waſſer, nimmt eine roͤthliche Farbe an und wird ungeſund. Man muß es zuvor reinigen und trinkbar machen. Dieß ge⸗ ſchieht, indem man Pulver aus geſtoßenen bittern Mandeln einwirft, und einige Minuten mit dem ein⸗ getauchten Arm in einem vollen Waſſerkruge herum treibt. Nach dieſer Manipulation laͤßt man es ſitzen. Fuͤnf oder ſechs Stunden ſpaͤter ſinken alle fremdarti⸗ gen Theile auf den Boden, das Waſſer wird hell⸗ klar und trefftich zum Trinken.
Der Nil waͤchſt bis gegen das Ende Auguſts und oft bis zum September. Aufgeſtellte Beamte theilen taͤglich den oͤffentlichen Ausrufern ihre Beobachtungen uͤber das Wachſen des Niles mit, und dieſe machen es dann in den Straßen von Groß⸗Kairo bekannt. Das Volk, welches lebhaften Antheil an dieſem Er⸗ eigniſſe nimmt, gibt ihnen eine kleine Erkenntlichkeit. Da Aegypten dem Oberherrn keinen Tribut ſchul⸗ dig iſt, wenn die Waſſer nicht bis auf ſechzehn Ellen


