Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Dritler Theil.

Nach dieſer Beſchreibung von Aegypten, dem Lande der Wunder, duͤrfte es nicht unzweckmaͤßig ſeyn, noch einige Bemerkungen uͤber das Wachſen des Nils, uͤber den Zuſtand der Regierung, des Ackerbaues, Klimas, der Einwohner und ihrer Gebraͤuche, wie des Handels hier kurz beizufuͤgen.

I. Der Nil iſt der beruͤhmteſte Fluß auf der gan⸗ zen Erde. In den Monaten Maͤrz, April, Mai und Juni treiben die Nordwinde die Wolken gegen die

Hochgebirge jenſeits des Aequators. Aufgehalten durch

dieſe Wehre haͤufen ſie ſich auf ihren hohen Gipfeln, und loͤſen ſich in Regen auf, der in Stroͤmen herab faͤllt und die Thaͤler erfuͤllt. Die Vereinigung einer zahlloſen Menge von Baͤchen bildet den Nil und be⸗ wirkt die Ueberſchwemmung. Nach einſtimmigem Zeug⸗ niſſe der Abiſſinier, welche Goldſtaub nach Groß⸗ Kairo bringen, theilt ſich dieſer. Fluß, nachdem er in Aethiopien angekommen iſt, in zwei Arme, deſſen einer, unter dem Namen Aſerac, oder blauer Strom, ſich mit dem Niger vereinigt, Afrika von Öſt gegen Weſt durchſtroͤmt, und ſich in den atlantiſchen Oeean ergießt; der andere Theil lauft gegen Nord, zwiſchen zwei Gebirgsketten, und bildet, da er auf Granitfel⸗ ſen ſtoͤßt, die ſein Bett ſperren, ſechs Waſſerfaͤlle, die furchtbarer find, als der bei Siene, und durch⸗ aus die Schifffahrt hemmen. Sobald er bei der er⸗