Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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erſte. Nichts gewaͤhrt aber eine erhabenere Idee als zwei Obelisken, welche ihm zur Zierde dienten, und von Rieſen und fabelhaften Genien errichtet zu ſeyn ſcheinen. Jeder beſteht aus einem einzigen Granit⸗ Blocke, und mißt 12 Fuß Hoͤhe uͤber dem Boden, und 32 im Umkreiſe. Aber da ſie tief in Schlamm und Sand vergraben ſind, ſo darf man glauben, daß ſie von der Baſis bis zur Spitze 90 Fuß in der Hoͤhe ha⸗ ben. Einer davon iſt gegen die Mitte geſpalten, der andere vollkommen unverſehrt.

X. Die Doͤrfer Gournou und Medinet Aboun ſtehen anf dem Platze, wo ſich ehedem der weſtliche Tbeil von Theben befand, und ſind mit großen Ruinen umgeben. Man trifft eine Meile gegen Weſt von dem erſteren Dorfe Grotten mit Namen

Biban Elmelouk, die Thore des Koͤnigs. Hier ſieht man die Grabmaͤler der alten Herrſcher. Heute ſind ſie großentheils verſtopft, und man kann nur neun davon beſuchen. Die unterirdiſchen Gaͤnge, welche vorhergehen, baben gewoͤhnlich zehn Fuß in der Hoͤhe, und eben ſo viel in der Breite. Die Mauern und die Decke, welche in weißen Felſen gehauen ſind, haben noch den Glanz und die Politur von Stuck bei⸗ behalten. Vier Hauptgaͤnge, laͤnger und erhabener als die uͤbrigen, ſtoßen an die Pforte eines großen Saa⸗ les, in deſſen Mitte man ein Grab aus Marmor ſieht, mit der Figur eines Fuͤrſten, die auf dem Deckel in erhabener Arbeit angebracht iſt. Eine andere Figur⸗