Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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die einen Scepter in der Hand haͤlt, ſchmuͤckt eine der Seitenwaͤnde. Eine dritte, welche auf dem Plafond abgebildet iſt, traͤgt auch den Scepter, und Fluͤgel reichen ihr bis zur Ferſe herab.

Die zweite Grotte, geraͤumig und ſchoͤn verziert, bietet den Augen einen Plafond dar, welcher mit gol⸗ denen Sternen bedeckt, mit Voͤgeln von brennender Farbe bemalt und mit Hieroglyphen bezeichnet iſt, die ſaͤulenfoͤrmig in die Mauer gegraben ſind. Zwei Menſchen ſitzen zur Seite der Pforte, zu welcher ein langes Treppen⸗Gelaͤnder mit ſehr ſanftem Abhange fuͤhrt. Ein rother, 16 Fuß hoher, 10 Fuß langer und 6 Fuß breiter Granit bildet den Sarcophag des Koͤnigs, deſſen Figur erhaben auf den Deckel gemeiſelt iſt. Rings herum ſieht man Hieroglyphen. Niſchen, welche in dem Felſen angebracht ſind, dienten ohne Zweifel fuͤr die Mumien der koͤniglichen Familie. Die in andern Gemaͤchern befindlichen Grabmaͤhler wurden gewaltſam weggeſchleppt, wie die Truͤmmer beweiſen. Man bemerkt eine ſehr ſchoͤne Grotte, wo nur der 10 Fuß lange und 6 Fuß breite Marmordeckel noch uͤbrig iſt. Im Hintergrunde der tiefſten Hoͤhlung erkennt man eine in erhabener Arbeit gemeiſelte Menſchen⸗ Figur, mit verſchlungenen Armen uͤber der Bruſt. Zwei andere knieen zur Seite. 4

Dieſe Gallerien, dieſe unterirdiſchen Gemaͤcher ziehen ſich ſehr weit unter die Berge hinein. Durch⸗ wandelt man ſie, ſo fuͤhlt man ſich von heiligem 27ſtes B. Aegypten. II. 2. 4