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außen die Winkel des Tempels; zehn Treppen⸗Gelaͤn⸗ der fuͤhren zur Zinne empor. Der zweite, zur Rechten gelegen, iſt kleiner; das Karnieß, welches ihn umgibt, und die Eingangs⸗ Pforte ſind mit Falken verziert, welche die Fluͤgel ausbreiten. Ein doppelter viereckiger Stein bildet den Saͤulen⸗Knauf. Auf die Mauern hat man aller⸗ lei Hieroglyphen gemeiſelt. Die Einwohner von Tentyra verabſcheuten das Crocodill, und fuͤhrten einen beſtaͤndigen Krieg mit ihm. Noch findet man in Aegypten verwegene Men⸗ ſchen, welche die Crocodille anzugreifen wagen. Sie ſchwimmen gegen dieſes furchtbare Thier, und wenn es ſeinen Rachen oͤffnet, um ſie zu verſchlingen, ſtoßen
ſie ihm ein Tannenbret hinein, an welchem eine Schnur
befeſtigt iſt. Das Crocodill ſchließt nun die Kinnladen
ſehr feſt, und druͤckt die ſpitzigen Zaͤhne ſo tief ein, daß es dieſelben nicht mehr zuruͤck ziehen kann. Hier⸗ auf haͤlt der Aegyptier in der einen Hand die Schnur, und gewinnt das Ufer. Mehrere Menſchen ziehen das Ungeheuer an das Ufer, und toͤdten es. Dieſer Au⸗ griff iſt gefaͤhrlich: denn wenn der Schwimmer nicht geſchickt genug iſt, ſo wird er auf der Stelle ver⸗ ſchlungen.
VIII. Deudera gegenuͤber entdeckt man Giene, welches auf eine Anhoͤhe gebaut iſt. Die Alten nann⸗ ten es Caine(Maν), Caene, oder das neue. Wenn auch Giene kein merkwuͤrdiges Gebaͤude beſitzt, ſo


