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Der auf einer Anhoͤhe gelegene Flecken Hau be⸗ herrſcht die weſtlichen Gefilde, und bedeckt die Ruinen
vom kleinen Diospolis, der kleinen Stadt Ju⸗
piters. Die Arbeiten der Aegypter haben ſie gegen neberſchwemmung geſichert. Hau genießt noch dieſes Vortheils. Waͤhrend die Ebenenen der Umgegend un⸗ ter Waſſer ſtehen, erhebt es ſich in der Mitte, wie eine Inſel. Daher kommen die Einwohner von Boad⸗ joura und der benachbarten Doͤrfer, um ihre Todten daſelbſt zu begraben.
Das weſtliche Nilufer, lachender und bevoͤlkerter, bietet dem Auge Dattel⸗ und Doum⸗Waͤlder, reiche Ebenen von Getreide und Triften mit Herden bedeckt dar. Der Flecken von Dendera hat nichts Merk⸗ wuͤrdiges; aber ungefaͤhr eine Meile gegen Weſt trifft man Truͤmmer des alten Tentyra. Haufen von Ruinen, die ſich ſehr weit erſtrecken, bezeichnen die Eroße dieſer Stadt, welche nach Strabo's Erzaͤhlung Iſis und Venus anbetete. Hat man dieſe Truͤm⸗ mer durchſchritten, ſo bewundert man auf einer klei⸗ nen Anhoͤhe zwei alte Tempel; der groͤßere hat nur zweihundert Fuß in der Laͤnge und uͤber vierzig in der Breite; ein Dopyel⸗Fries umgibt ihn. Das Innere iſt in mehrere ſehr hohe und durch große Saͤulen un⸗ terſtuͤtzte Gemaͤcher eingetheilt. Die Kapitaͤler ſind durch einen viereckigen Stein gebildet, auf welchen man das Haupt der Iſis gegraben hat. Hierogly⸗ phen bedecken die Mauern. Koloſſale Figuren ſchmuͤcken


