Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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len dieſes Gebaͤudes haben noch nicht das Geringſte von den Stuͤrmen der Zeit gelitten.

Links von dieſem Gebaͤude ſieht man ein anderes, weit kleineres, in deſſen Hintergrunde eine Gattung Altar ſich zeigt. Es war wahrſcheinlich das Heilig⸗ thum des Tempels des Oſiris. Schon oben ward bemerkt, daß man den Saͤngern und Muſikern den Eingang verſagte. Die aͤgyptiſchen Prieſter erfanden ſieben Vokale, und gaben einem jeden davon einen Ton, der unſern muſikaliſchen Noten nahe kommt. Um dieſe ſchoͤne Entdeckung zu erhalten, wiederholten ſte zu einer gewiſſen Epoche dieſe Vokale in Form ei⸗ ner Hymne, und ihre verſchiedenen, allmaͤhlig wech⸗ ſelnden Toͤne bildeten eine angenehme Melodie. Dieß iſt ohne Zweifel die Urſache, warum ſie aus dem Tempel jede Art von Inſtrument verbannten.

Die Herrſchaft der Tuͤrken von Girge bis Sie⸗ ne iſt ſehr unſicher. Araber, groͤßtentheils unabhaͤn⸗ gig, beſitzen einen Theil des Landes. Jene, welche die oͤſtlichen Gebirge von Girge bewohnen, bezahlen keinen Tribut, und oͤffnen allen Mißvergnuͤgten eine Freiſtaͤtte. Oft miſchen ſie ſich ſogar in ihre Streitig⸗ keiten und unterſtuͤtzen ſie mit Waffen, um ihnen zu Groß⸗Kairo wieder Eingang zu verſchaffen.

Hat man den Arm des Nils uͤberfahren, welcher ſich nach Farſchout hinzieht, ſo kommt man zu Boadjoura an, wo man eine artige Juſel entdeckt⸗ und in der Ferne das Dorf Ottarif.