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unter den zahlreichen Doͤrfern, welche den Nil begraͤnzen, bemerkt man Kau Elkebire, welches jetzt einen armſeligen auf den Truͤmmern von Ant⸗ teopolis erbauten Flecken darbietet. Dieſe Stadt beſaß den praͤchtigen Tempel, welchen die Aegyptier, nach der Erzaͤhlung Diodors von Sicilien, zur Ehre des Anteus errichteten, der von Herkules uͤberwunden worden war. Es iſt nur noch die von dicken Saͤulen unterſtuͤtzte nnd mit großen Steinen be⸗ deckte Halle uͤbrig. Unter ihr befindet ſich ein dreißig Fuß langer und fuͤnf Fuß breiter Stein. Die Decke
iſt voll Gold und Azur, deſſen Lebhaftigkeit ſich voll⸗
kommen erhalten hat. Die Tuͤrken haben daraus ei⸗
nen Stall gemacht, wo ſie ihre Herden zuſammen
treiben. Auch iſt dieſer herrliche Saͤulen⸗Gang voll
Unrath. So verderben ſie die ſchoͤnſten Werke des
Alterthums! 5 Unterhalb Tatha faͤhrt man bei der Inſel Chan⸗
douil voruͤber, und entdeckt hernach am Rande des
Horizonts die hohen Minarets von Achmim. 8
Obgleich dieſe Stadt von ihrer alten Groͤße herab geſunken iſt, ſo bleibt ſie doch noch eine der ſchoͤnſten Ober⸗Aegyptens. Ein arabiſcher Fuͤrſt herrſcht da⸗ ſelbſt. Die Polizei iſt gut. Die Straßen ſind weit und reinlich, Handel und Ackerbau bluͤhen. Es hat Leinwand⸗, Baumwollen⸗ und Toͤpferwaaren⸗Fabriken. Es iſt die naͤmliche Stadt, welche Herodot Chem⸗ mis, und Strabo Panopolis heißt. Sie hat


