Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Jede derſelben beſteht aus drei Granit⸗Bloͤcken, die zuſammen 60 Fuß in der Hoͤhe und 24 im Umkreiſe betragen. Der Block, welcher auf der Baſis ruht, iſt ganz einfach abgerundet und mit Hieroglyphen bedeckt, deren Zeilen mit einer Pyramide beginnen. Die zwei andern ſind kannelirt. Die Saͤulen ſtehen zehn Fuß von einander; die beiden mittlerm, welche den Ein⸗ gang bilden, ausgenommen; denn dieſe ſind fuͤnftehn Fuß von einander entfernt. Den ganzen Gang be⸗ decken zehn ungeheure Steine. Ueber dieſen liegt noch eine Doppelreihe. Die beiden mittlern, welche ſich in Geſtalt eines Giebels erheben, uͤbertreffen die uͤbrigen durch ihre Groͤße und Dicke. Man iſt ganz betroffen bei dem Anblicke dieſer Felſen⸗Quader, welche die menſchliche Kunſt bis zu einer Hoͤhe von ſechzig Fuß emporbrachte. Der Fries, welcher rings herum läuft, iſt mit wohl gemeiſelten Hieroglyphen bedeckt. Der Saͤulengang war roth und blau bemalt. Dieſe Farben ſind an mehreren Orten ausgeloͤſcht, aber un⸗

ter dem Architrab, welcher die Saͤulenreihe umgibt⸗ bat ſich eine Goldfarbe von uͤberraſchender Lebhaftig⸗ keit erhalten. So iſt auch die an dem Plafond, wo die goldnen Sterne auf einem azurnen Himmel mit

blendendem Glanze ſchimmern. Dieſes Denkmal, vor der Eroberung der Perſer erbaut, iſt weder zierlich, noch im Stile griechiſcher Kunſt gehalten; aber ſeine unzerſtoͤrbare Feſtigkeit, ſeine impoſante Einfachheit,

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ſeine Majeſtaͤt gebieten einem Jeden hohe Achtung.