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Induſtrie der Einwohner beſchraͤnkt ſich auf eine Ma⸗ nufactur grober Teppiche, ihr ganzer Handel auf den Verkauf der Produkte ihres Bodens. Beniſouef iſt die Reſidenz eines Bey, der, wie die uͤbrigen Statt⸗ halter Aegyptens, mit bewaffneter Hand willkuͤhrliche Tribute einfordert. Mehrere Monate des Jahres liegt er mit ſeinen Soldaten an den Doͤrfern ſeines Herrſch⸗ gebietes. Hat er die Leute ganz ausgeſaugt, ſo ſetzt er bei einem andern Flecken ſeine Bedruͤckungen fort. Die Truppen, an deren Spitze er ſteht, ſind wahre Naͤuberbanden, denen alle Gefuͤhle der Natur fremd geworden. Um ſich einen Begriff von der Rohheit dieſer Tiegerſeelen zu machen, moͤge folgendes Ereig⸗ niß dienen. Ein Erpreſſer trat eines Tages in die Huͤtte eines armen Weibes, welches mehrere Kinder hatte, und forderte mit aller Strenge die von dem Bey aufgelegte Steuer. Sie ſchilderte ihr Elend, und zeigte, daß ſie nur eine Strohdecke und einige irdene Geſchirre beſitze. Der Soldat ſuchte uͤberall herum, und da er einen Sack voll Reis gefunden, ſo ſchickte er ſich an, ihn fortzuſchleppen. Das Weib beſchwur ihn, dieſes einzige Ueberbleibſel, mit welchem ſie ihr und ihrer Kinder Leben friſtete, nicht zu rauben. „Soll ich denn mit meiner ganzen Familie und dem armen Kinde, das hier an meinem Buſen ſaugt, Hun⸗ gers ſterben?“— Dieſe Worte, die Thraͤnen, welche die Ungluͤckliche weinte, machten auf das Felſenherz keinen Eindruck. Da er nun den Sack mit Reis an⸗


