Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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iſt man von Bildern der ſchoͤnen Natur umgeben.

Noch pflegen die Kophten hier die Olive und die Re⸗

ben, welche ihre Vaͤter gepflanzt hatten. Die Trauben

geben eine Gattung weißen, ſehr ſchmackhaften Weines.

Der praͤchtigſte Flachs, die Zuckerrohre und alle Gat⸗

rungen Gemuͤſe wachſen faſt ohne alle Pflege. Unter

der Menge verſchiedener Baͤume und Pflanzen trifft

der Wanderer nahe bei den Doͤrfern ganze Waͤlder von

Roſen⸗Geſtraͤuchen. In andern Provinzen dient dieſes

berrliche Gewaͤchs nur zur Zierde der Gaͤrten; hier aber ſammelt man ſie in dichte Gebuͤſche, und bereitet ſich aus der Fuͤlle der Blumen Roſenwaſſer, welches einen vorzuͤglichen Handelszweig ausmacht. Faioum verſieht damit ganz Aegypten. Der Verbrauch davon iſt außerordentlich groß. Bei Beſuchen gießt man es reichlich uͤber Kopf und Haͤnde der Anweſenden. Im Bade waſchen ſich die Frauen mit demſelben den gan⸗ zen Koͤrper, und ihre Toilette wird nie ohne Roſen⸗ waßſer gemacht. Dieſe Roſen⸗Waͤldchen, manchmal von bluͤhenden Orangen umgeben, machen eine herr⸗ liche Wirkung auf das Auge, und durchwuͤrzen die ganze Umgegend mit dem ſuͤßeſten Wohlgeruche. Unter dieſem ſchoͤnen Himmel fuͤhlt man noch lebhafter die Wonne, balſamiſche Duͤfte einzuathmen.

Mit den Schaͤtzen eines fruchtbaren Bodens verei⸗

nigt Faioum noch die Vortheile des Fiſchfanges.

Die Kanaͤle und der große See ſind mit Fiſchen an⸗

gefuͤllt. Fuͤr einen Medin kann ſich ein Mann ſo viel