Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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1 der eine Tagreiſe von St. Gemian, einem Wall⸗ fahrtsort der Kophten, entfernt iſt.

Die Nacht hat in Aegypten tauſend Reize, welche der Europaͤer nur ſelten genießt. Nie decken dichte Finſterniſſe den Himmel. Kein Sturm ſtoͤrt die Ruhe, kein Regenguß ſchafft ein verwirrendes Chaos. Der Wind hoͤrt gewoͤhnlich mit dem Untergange der Sonne auf. Die ganze Natur liegt in ſuͤßer Stille. Der Menſch, welcher die Betrachtung liebt, kann ſich iht nun ganz hingeben; der Aſtronom faͤnde kein guͤnſti⸗ geres Land, als Aegypten, um den Lauf der Geſtirne zu verfolgen. 7

Durch das harte Zuſammenſtoßen mit einem vor beifahrenden Schiffe ſah ſich Savary gezwungen⸗ nahe bei dem Dorfe Saoualim zu landen, um zu unterſuchen, ob das Schiff keinen Leck bekommen habe. Zweimal waͤre ihm beinahe der naͤmliche Platz zur Quelle des Verderbens geworden. Das Jahr vorher fuhr er naͤmlich von Kairo herab mit einem franzoͤ⸗ ſiſchen Offizier, der ſich zu Damiette einſchiffen wollte, um nach Indien zu gelangen. Nur ein Bedienter und drei Schiffsleute waren ihre Begleiter. Dieſer Offizier oͤffnete unterwegs eine kleine Ccha⸗ toulle, voll Zechinen, und fing an ſie zu zaͤhlen. Mehr bedurfte es nicht, um zwei Leben in Gefahr zu ſetzen.

Savary warnte ihn; er achtete jedoch nicht darauf. Die Matroſen entwarfen, ſobald ſie das Geld geſehen hatten, den Plan, Beide ermorden zu laſſen. Sie