Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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man die Ungarn und Zigeuner; ſie vermiſchen ſich nicht mit den Illprier u und reden ihre eigene Sprache.

Die Hauptſprache des Landes iſt die illyriſche; ſie iſt aus einer Vermi chung der ſarmatiſchen oder ſlaviſchen Sprache mit der alten illyriſchen ent⸗ ſtanden.

Die Illyrier haben einen geſunden, ſtarken und dauerhaften Koͤrper, und zeichnen ſich durch Treue gegen ihren Landesherrn, durch Gaſtfreiheit, durch ei⸗ nen unerſchrockenen Muth und eine Herzhaftigkeit, . welche allen Gefahren Trotz bietet, und durch Nei⸗ gung zum Kriege aus. Ihre Hauptlaſter ſind Traͤg⸗ heit und Fauiheit, Neigung zum Rauben und Pluͤn⸗ dern, ein unbaͤndiger Trieb zu hitzigen Getraͤnken ſammt allen daraus entſpringenden Laſtern, Sorglo⸗ ſigkeit fuͤr die Zukunft, Verachtung der Kuͤnſte und Wiſſenſchaften, Nachbegierde, Aberglaube und Ver⸗ ſchmißtheit im Handel und Wandel.

Alle Illyrier haben in ihren Sitten, Gebraͤuchen, in ihrer Lebensart und Sprache viel von den Tuͤrken angenommen. Bei ihnen herrſcht Vielweiberei; die Bauart auf dem platten Lande iſt tuͤrkiſch; der Poͤbel ſitzt mit untergeſchlagenen Beinen, und laͤßt ſich den Bart wachſen. Die Kleidung der Maͤnner iſt halb ungariſch und halb tuͤrktſch; jene der Frauen naͤhert ſich der tuͤrkiſchen. Bei den Ilyriern ſind die Ge⸗