ubrigen ungariſchen Laͤndern. Man findet in den
Staͤdten wenig ſteinerne Haͤuſer, die meiſten ſind von Holz und Lehm erbaut und zum Theile mit Schilf und Rohr bedeckt. Auch faſt alle Schloͤſſer und Edel⸗ ſitze ſind wegen der oͤftern Einfaͤlle der Tuͤrken hoͤchſt elend gebaut. Die Doͤrfer befinden ſich in einem ſchlechten Zuſtande; die Haͤuſer der Bauern ſind Huͤt⸗ ten aus Lehmen, mit Stroh, Rohr oder Schilf ge⸗ deckt, und haben keine Glas⸗Fenſter. Die Zigeuner wohnen unter der Erde in Loͤchern.
Ueber die Haͤlfte des Koͤnigreiches beſteht aus adeligen Herrſchaften und aus Landguͤtern, welche mei⸗ ſteus den Adeligen gehoͤren. Einige beſitzt der Lau⸗ desherr und die Geiſtlichkeit. Die adeligen Herrſchaf⸗ ten ſind ſehr groß; manche betragen 4— und noch mehre teutſche Meilen im Umfange.
In den Soldaten⸗Bezirken laͤngs der tuͤrkiſchen Graͤnze gibt es keine adeligen Herrſchaften; die Laͤn⸗ dereien ſind zwiſchen den Angeſeſſenen zertheilt, welche ihre Herrendienſte und Abgaben dem Landesherrn leiſten.
Daß Slavonien, eine ehemals ſo bluͤhende Provinz der Roͤmer, jetzt faſt oͤde und verwuͤſtet liegt, iſt dem tuͤrkiſchen Joche, den vielen Krie⸗ gen und dem Verluſte von Bosnien und Ser⸗ vien zuzuſchreiben.
Die Slavonier beſtehen aus natuͤrlichen Ein⸗ wohnern und Neuankoͤmmlingen; zu letzteren rechnet


