Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Zu meiner Zeit waren die Laͤnder der europaͤiſchen Tuͤrkei von der Peſt frei; nur zu Presdina fanden wir einen ſolchen Kranken ſchwer danieder liegend. Wir fanden ihn in der Mitte eines großen Saales, mit Tape⸗ ten und andern Zierathen ſchoͤn behangen; wir mußten uns im naͤmlichen Gemache niederlaſſen, und unſer Gaſtmahl einnehmen. Wir eilten ſo ſchnell als moͤg⸗ lich wieder davon; die Tuͤrken aber machten ſich, nach ihrer Gewohnheit, wenig daraus.

Da ich gewohnt war, in jeder Herberge dasjenige, was mir merkwuͤrdig ſchien, aufzuſchreiben, ſo gab ich den Tuͤrken oft Gelegenheit, die Art, wie mein Buch ge⸗ bunden war, wie meine Schreibfeder zu bewundern. Sie haben zwar auch gutes Papier und gute Tinte, die ſie in kupfernen Gefaͤßen gern am Guͤrtel tragen; allein ihre Schreibfedern beſtehen aus Schilfrohren, welche ſie trefflich zuzubereiten wiſſen.

Die meiſten Fuͤhrer, welche den Reiſenden durch die Tuͤrkei beigegeben werden, ſind bejahrte Maͤnner, in vielerlei Sprachen erfahren, tapfer und getreu. Wenn ich mit dem meinigen in ein Zimmer kam, worin viele Tuͤrken ſaßen, begruͤßten ſie mich freund⸗ lich und beruͤhrten meine Haͤnde; dann boten ſie mir Kaffee und Tabak. Sie bedienen ſich auch des Schnupf⸗ tabakes gern. Das gemeine Volk und die Jungen aber laufen den Fremden oft auf der Straße nach, und rufen: Saſthlu Gaur, d. i. behaarter Un⸗ glaͤubiger!