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man immer mit einem Pruͤgel ſich verſehen muß. Durch die ganze Nacht bellen ſie ohne Aufhoͤren, was allen denjenigen ſehr zur Laſt wird, welche dieſe Toͤne nicht gewohnt ſind.
Die Chriſten leben unter den Tuͤrken in beſtaͤndi⸗ ger Furcht. Ich ſah mehrmalen, wie ſie ſich eilig verſteckten, ſobald ſich einer ihrer Verfolger ſehen ließ. Noch ein haͤrteres Loos aber haben die Chriſten⸗ Sklaven. Sie haben theils durch Verraͤtherei, theils durch den Krieg ihre Freiheit verloren, oder ſind von den Tartaren weggeraubt worden. Ihre Herren ver⸗ kaufen oder vertauſchen ſie wechſelſeitig, oft in die entfernteſen Orte. Auf dieſe Weiſe kommen ſie manchmal ſogar wieder zu ihrer Freiheit; allein, ſo⸗ bald ſie dem Großberrn angehoͤren, iſt keine Erloͤſung mehr zu hoffen; denn von dieſem darf keiner mehr losgekauft werden. Ich fand einen Sklaven, Na⸗ mens Sigmund, welcher mir viel Vergnuͤgen im Umgange machte. Er war aus Ungarn gebuͤrtig, und in dem letzten Kriege gegen die Tuͤrken gefangen ge⸗ nommen worden. Zuerſt war er demnach in der Dienſt⸗ barkeit eines Tuͤrken, dann eines Juden, der ihn be⸗ ſonders hart hielt; zuletzt kaufte ihn ein Armenier, der ihm wegen ſeines Wohlverhaltens die Freiheit ſchenkte. Er war Willens, in ſein Vaterland zuruͤck zu reiſen.
Eines Tages wuͤnſchte ich, den Sultan zu ſehen; allein mein tuͤrkiſcher Fuͤhrer zoͤgerte, mich zu be⸗


