Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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welche die Kinder ſammeln, indem ſie, wegen der Dornen, die Aeſte mit einem Staͤbchen niederbeugen, und an der Ruͤckſeite der Blaͤtter erbſengroße Blaſen mit einem Meſſer abſtreifen, worin Wuͤrmchen, einer Linſe groß, ſich befinden. Die Herrſchaft zahlt ihnen eine gewiſſe Menge nach der Taxe und beſorgt dann die Abſonderung der Wuͤrmchen, und die Bereitung der Purpur⸗Farbe. Zur Zeit der Sammlung geben ſie einen Geruch wie Moſchus von ſich⸗

Auf den Berghoͤhen waͤchſt die Schwalben⸗Wur⸗ zel,(Aſelepias oder Vincetoxia) welche als ein vor⸗ treffliches Gegengift bekannt iſt. Der Platanus waͤchſt vorzuͤglich groß und haͤufig in Mazedonien.

Faſt zu allen Geruͤchten gebraucht man in dieſem Lande den Knoblauch. Die Zwiebeln ſind ungemein groß, beinahe drei Mal groͤßer, als die ſchoͤnſten bei uns. Ihr Geſchmack iſt vortrefflich, friſch, und lieb⸗ lich ſtechend, jedoch nicht im mindeſten widerwaͤrtig,

oder unangenehm. Sie ſtaͤrken den Magen, und man

ißt ſie, mit ſehr viel Brod, zu allen Zeiten des Ta⸗ ges. Von einer Art Gurken, einem Mitteldinge zwi⸗ ſchen Kuͤrbiſſen und Melonen, bereiten ſie eine gute Speiſe. Sie ſpalten dieſelben, nehmen die Kerne heraus, und fuͤllen die Woͤlbung mit gehacktem Huͤh⸗ ner⸗Fleiſche, worauf ſie gekocht werden.

Tornova iſt eine anſehnliche Stadt in Theſ⸗ ſalien, ungefaͤhr zehen Meilen abendwaͤrts von La⸗ riſſa. Darin ſind ſehr viele Chriſten, auch achtzehn