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chriſtliche Kirchen, und nur drei tuͤrkiſche Tempel. Ueberhaupt iſt bekannt, daß die Griechen durch die Tuͤrkei, durch Rußland, Ungarn und Aſien zerſtreut, einen großen Theil der Chriſtenheit ausmachen, und daß ſie, wenn ſie verſammelt waͤren, wohl zahlreicher ſeyn duͤrften, als die des uͤbrigen chriſtlichen Glaubens. Gleichzeitig hatte zu Tornova der teutſche, kaiſer⸗ liche Internunzius ſeinen Sitz. Er bewohnte ein ſchoͤ⸗ nes Haus, hatte dreißig Tuͤrken und Chriſten um ſich zur Bedienung, und am Thore zwei Janitſcharen zur Wache. Dieſe waren gutartige, wohl bewaffnene Leute.
Zu erwaͤhnen habe ich noch von einem Kaufmanne, Namens Demetrius. Er wohnte zu Tornova, und lud uns oͤfters in ſein Haus ein. Er war aͤußerſt gaſtfreundlich, nach Art der alten Griechen, bat uns, in ſeiner Naͤhe nach der Weiſe, unſers Vaterlandes zu leben und recht froͤhlich zu ſeyn. Seine beiden, ſehr ſchoͤnen Toͤchter, mußten uns Geſellſchaft leiſten. Sie waren reitzend gekleidet, meiſt nach Art der alten Grie⸗ chinnen. Ihr vortreffliches Haar⸗Geflechte hing den Ruͤcken hinab; die Stirne beſchatteten dunkle Locken. Ihren Gruß und ihren Abſchied begleitete jederzeit ein Kuß von ihren Roſenlippen; ihre Schuhe waren be⸗ malt und glichen den Sandalen, mit zierlichen Baͤn⸗ dern am ſchoͤnen Fuße, bis an die Waden gebunden; ihre Naͤgel hatten ſie mit Alkang(mit der Farbe ei⸗ ner Wurzel) roth gefaͤrbt. Ihre Unterhaltung war 26tes B. Siebenbürgen zc. I. 2. 2


