Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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nen großen Grabſtein aus gruͤnem Jaspis, worein aber ein Loch gemacht war; man hatte ihn als Waſſerbe⸗ haͤlter gebraucht.

Der Marſtall des Großherrn iſt vielleicht der ſchoͤnſte in der ganzen Tuͤrkei, und wahrhaftig ſehens⸗ werth. Die Pferde ſind ſo vortrefflich, wie ich ſie noch nie geſehen habe; auch ſind ſie auf das Beſte zu⸗ geruͤſtet. Sattel und Zaͤume ſind mit Edelſteinen be⸗ ſetzt; Alles iſt mit Gold uͤberladen. Die Thiere ſelbſt ſind ſehr fluͤchtig, dabei aber ſicher und uͤberhaupt gut abgerichtet.

Ich war zu einer ſehr trockenen Jahreszeit in Theſſalien, und bemerkte, daß viele Quellen und ſo⸗ gar ganze Fluͤſſe vertrocknet waren. Nur ſieben Mei⸗ len von Tornova fand ich einen Strom, der unge⸗ ſchwaͤcht aus der Mitte eines Felſen brach, ſich uͤber den Abhang des Berges ſtuͤrzte, und dann mit ſchaͤu⸗ menden Wellen uͤber die Fluren eilte. Die Hem⸗ mung dieſes Fluſſes, Peneus genannt, an der Muͤn⸗ dung des Meeres, ſoll einſt Deucalions Suͤnd⸗ fluth verurſacht haben.

Die Theſſalier ſind ein ſtreitbares, kuͤhnes Volk, wie vor Alters, noch heut zu Tage. Selbſt die Tuͤr⸗ ken beklagen ſich uͤber ihre Nachſucht, die ſie bei klei⸗ nen Veranlaſſungen durch Mord und Todſchag ver⸗ uͤben. Sie ſind ſchoͤn von Geſtalt, haben ſchwarze Haare und Augen; ihr Angeſicht iſt voll lebhafter Roͤthe; die Purpur⸗Wangen der Frauen ſetzen jeden