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und deren Turban vier Ecken zu ihrer Auszeichnung hat. Eine ſehr große Zahl von Begraͤbniß⸗Plaͤtzen fiel mir auf; aber vor mehrern Jahren hatte die Peſt allhier geherrſcht.
Meine Wohnung hatte ich in dem ſehr ſchoͤnen Hauſe eines armeniſchen Kaufmanns genommen, de⸗ ren es hier ſehr viele gibt. Man ſagt, ſie ſeyen im Handel und Wandel redlicher, als die Juden und Chriſten; ſie haben auch eine eigene Kirche zu Bel⸗
grad.
Die Gegend um dieſe Stadt iſt ſehr fruchtbar und reitzend. Man findet ſchoͤne Pferde, vortrefflichen Wein und viele edle Fruͤchte. Einſt war ſie ein Theil des Koͤnigreiches Ungarnz allein dieſe große Feſtung, gleichſam der Schluͤſſel zur Tuͤrkei, wurde von Soli⸗ mann eingenommen, und iſt nun Eigenthum der Pforte.
Als ich Belgrad wieder verlaſſen hatte, fuͤhrte mich der Weg durch Servien. Zu meiner Rechten gewahrte ich vorerſt einen ſehr hohen Berg, auf wel⸗ chem die Ruinen eines Kloſters waren. Zu Hiſar⸗ gick verließ ich den Strand der majeſtaͤtiſchen Do⸗ nau und zog nach Kolar, welches einſt eine roͤmi⸗ ſche Kolonie war.
In der Gegend von Baditzna findet man, daß die Kleidung der Frauen ſich zu veraͤndern anfaͤngt. Ihr Haupt bedecken ſie mit einem Vorhange, gleich einem Himmel, die Stirne mit allerlei Geldſorten.


