Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gelangte, nach einer kurzen und gluͤcklichen Fahrt, zu Amſterdam an. Meine fernere Reiſe fuͤhrte mich durch die Niederlande, den Rheinſtrom aufwaͤrts, durch Teutſchland in die Schweiz, zuruͤck nach Frankfurt und Nuͤrnberg durch Bayern, und an der Do⸗ nau abwaͤrts bis Wien.

Nachher betrat ich der Ungarn Gebiet, beruͤhrte die Staͤdte Preßburg, Raab, Gomorrn, Graan und Ofen. Fortwandernd zwiſchen der Donau und der Save, durch die Landſchaft Syrmien, er⸗ reichte ich Semlin, wo man eine uͤberaus ſchoͤne Anſicht von Belgrad gewinnt. Bei meiner Ankunft in dieſer Stadt, welche einen vorzuͤglichen Handel treibt, ſah ich alle Gaſſen mit Brettern ſo bedeckt, daß weder Sonne noch Regen einwirken konnte. Zwei breite Plaͤtze, aus Steinen gebaut, dienen als Boͤrſe zu der Verſammlung der Kaufleute; auf zwei andern großen Plaͤtzen ſieht man in ſchoͤnen Buden die koͤſt⸗ lichſten Waaren des Orients.

Der Groß⸗Vezier hat in dieſer Stadt eine vor⸗ treffliche Karavanſera, oder Herberge fuͤr Reiſende erbaut; in deren Mitte iſt ein Springbrunnen, nahe daran eine tuͤrkiſche Kirche. Auch findet ſich hier ein Collegium der Studenten, welche gruͤn gekleidet ſind

dam 1682. 4.; teutſch zu Nuͤrnberg 1686 und 1711. 4,; jede mit Kupfern.