Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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in der Ferne ſehen konnten. Wir litten fortwaͤhrend vieles Ungemach, mußten mehre Naͤchte unter freiem Himmel, unter Baͤumen und in Gebuͤſchen zubrin⸗ gen; und hatten dabet wenig zu eſſen. Wir ſchaͤtzten es fuͤr ein Gluͤck, als wir an einigen Stellen der Heide wilden Knoblauch fanden, den wir mit hartem Brode begierig aſſen. Doch erreichten wir gluͤcklich den Strom B uͤſtro, welcher die Graͤs ſcheide der eyreaſ⸗ ſiſchen Tartarei iſt, wo wir wieder Chriſten fanden, denn hier fing das ruſſiſche Gebiet wieder an. Ich kann nicht beſchreiben, welche Freude wir daruͤber em⸗ pfunden hatten; wir eilten, die noch immer wuͤſte, mit Schlangen und ungewoͤhnlich großen Maͤuſen an⸗ ferühte Gegend vollends zu verlaſſen, und gelangten o den 20. Mgy nach Terki, wo wir bereits gekannt, und bei dem Prinzen Muſſal willkommene Gaͤſte wa⸗ rer. Als wir nach einigen Tagen wieder aufgebrochen waren, begaben ſich zu uns viele Kaufleute, Armenier und Ruſſen, in deren Geſellſchaft wir die große Heide, die ſich von Terki bis Aſtrachan erſtreckt, durchzo⸗ gen. Uuſer Weg fuͤhrte uns nicht ferne von der See,

jedoch ſahen wir eilf Tage lang weder Stadt noch

wir daher, den 14. Juni, das Ufer der Wolga er⸗ reichten, und Aſtrachan in der Ferne ſahen, waren wir alle wieder ſehr erfreut. Wir erreichten auch die Stadt am folgenden Morgen, und kanden ſogleich fuͤr