Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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125 Chan weiß waͤhrend des Jahres nie, ob er bei Hofe

wenn die hohe Gnade ausgeſprochen wird, oder ein Schwert, wenn des Chans Kopf verlangt wird. Im letztern Falle reicht dieſer ſein Haupt wil⸗ lig und ohne Zoͤgerung hin, die Execution wird ohne

dieſer ziemlich ſchreckbaren Zeremonie einen wackern Rauſch mitgebracht, den er nun bei einem Gaſtmale, wozu wir ebenfalls geladen waren, fortſetzte, aber eben deßwegen auch bald zu Bette mußte gebracht werden. Indeſſen wurden bis ſpaͤt in die Nacht Freudenſalven fortgeſetzt; Buſihertänte uͤberall, und das Volk tanzte

Am 30. Maͤrz verließen wir Schamachie wieden. Buhe Berge und tiefe Thaͤler wechſelten in den erſten agen unſerer weiteren Reiſe ab, bis wir zur Ebne kamen, am Strande der See, wo die Naphta⸗Brun⸗ nen ſind. Das bituminoͤſe Oel wird hier in Gruben geſammelt, iſt theils braun, theils weiß. Der Ge⸗ ruch des letztern iſt ziemlich angenehm. Den 1. Aoril erreichten wir die alte Stadt Derbent, welche ſich von einem hohen Gebirge bis