Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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den aller Art, zund mit ſchoͤnen Alleen beſetzt. Daran ſtößt die koͤnigliche Reſidenz. Unter breiten, gewoͤlbten Gaͤngen treiben die verſchtedenen Handwerker oͤffent⸗ hien ihr Gewerbe, was mit vielem Intereſſe auzuſe⸗ hen iſt.

Vor der Pforte des Palaſtes liegen eiſerne Kauo⸗ nen unbeweglich auf Balken, alſo wenig zu gebrau⸗ chen. Ueberhaupt iſt der ganze Palaſt wenig beſchuͤtzt, und wird des Nachts ſelbſt nur von 20 Soldaten be⸗ wacht, welche meiſtens Soͤhne der Chane, oder Fuͤrſten, find. Beſſer beſchuͤtzt iſt der Harem und das Schatz⸗ haus... 1

Nicht weit vom Haupteingange in die Reſidenz iſt

der große Garten, Allacapi, Gottes Pforte, ge⸗ nannt, in deſſen Mitte eine Kapelle ſteht. Dahin fuͤchten ſich naͤmlich die Miſſethaͤter, als in eine Frei⸗ ſtaͤtte, wo ſie ſo lange unvertrieben bleiben, als ſie ſich ſelbſt zu unterhalten im Stande ſind. Zu meiner Zeit lag ein Sultan darin, welcher in des Koͤniges Ungna⸗ de gefallen war.

Am Suͤden des Marktplatzes ſteht eine uͤberaus große und praͤchtige Kirche, mit den herrlichſten Mar⸗ mor⸗Stufen und Saͤulen, mit ſilbernen und golde⸗ nen Thoren. Das Innere iſt dem Aeußern an Pracht gleich; voll bedeckter Gaͤnge, einzelner Kapellen, mit weitzen Marmor⸗Waͤnden, oder mit den koſtbarſten Tepichen behangen. Von minderer Pracht ſind noch mehrere Kirchen in Ispahan.

Unter die ſchoͤnen Gebaͤude der Stadt gehoͤrt auch der koͤnigliche Marſtall. Dabei ſteht ein Thurm, der

aus lauter Hiſchgeweihen erbaut iſt. Sie ſollen von

mehr als zweitauſend Stuͤcken genommen ſeyn, welche Schach Amas in einem Jahre ſoll erlegt haben. Die Stadt ſelbſt umgeben ſechs Vorſtaͤdte, wovon die reichſte und ſchoͤnſte jene der Armenter iſt. Sie hat 3000 Haͤuſer und zwoͤlf Kirchen. Unter dieſen lieſ⸗

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