ſen wir die meiſten Bekannten, manchen guten Freund und manche gute Freundin zuruͤck, als wir, den 24. Chriſt⸗-Monats, Ispahan verließen, um durch die Provinz Kilan unſere Ruͤckreiſe nach Europa anzu⸗ treten. Es war immer noch warmes Wetter, mit lieblichem Sonnenſchein, was uns recht wohl zu Stat⸗ ten kam. Denn es gibt in der ganzen Gegend, die wir bis zum erſten Januar durchzogen hatten, kein Holz, ſondern nur Reiſer, die auf den Feldern ge⸗ ſammelt werden. Mittelſt dieſer konnten wir zur Noth unſere Speiſen kochen. Den 5. Jauuar ſahen wir von einer binßen Ebene den Berg Kiliſſim. Er iſt von mittelmaͤßiger Hoͤhe, mit ſehr vielen kahlen Bitein und Abſaͤtzen umgeben. Das Land in der Ebene um den Berg war von Salpeter und Salz ganz weiß, als ob es beſchneit waͤre. In dieſem Berge ſoll vorzuͤgliches Steinſalz ſeyn. An dem naͤmlichen Tage, leich bei dem Aufgang der Sonne, erblickten wir eine Finſterniß an derſelben, welche einige Zeit unſere Reiſe ſtoͤrte, die auch den uͤbrigen Tag nicht gluͤcklich war; denn es ſtuͤrzte dem Geſandten Bruͤgmann das Pferd zuſammen, und er brach ſich einen Arm aus dem Gelenke; mir ſelbſt ſtarb ein Pferd unter dem Leibe, daß ich mich bis zur naͤchſten Herberge auf mei⸗ nes Dieners Eſel ſetzen, dieſer aber ſeinen Sattel auf dem Ruͤcken nachtragen mußte. Unter ſolchen Umſtaͤnden erreichten wir ſchon den 9. Jaͤnner 4638 Schamachie. Von hier bis in das kilianiſche Gebirge war alles gefroren, und das Erd⸗ reich eine Hand hoch mit Schnee bedeckt. Unſer Weg wurde bald ſehr beſchwerlich; unſere Pferde ermuͤde⸗ ten ſo, daß wir hie und da eines zuruͤck laſſen muß⸗ ten. Auch wurden einige von uns krank, und konnten nur mit Muͤhe fortgebracht werden. Deßwegen blie⸗ ben wir in der Stadt Kaswin einige Tage liegen, um friſche Pferde, und Laktthiere einzuholen.
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