Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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durch Geſchicklichkeit und Keuntniſſe ungemein aus⸗ zeichnete, das goldene Dawat, oder Dintenfaß ſen⸗ dete. Dieß iſt naͤmlich das Zeichen der Wuͤrde eines Reichskanzlers. XXXXVI. Endlich, den 3. Dezember, ſollte die letzte Andienz und offene Tafel ſeyn. Zuvor kamen in der Gelandten Hotel die Geſchenke des Koͤnigs: Pferde mit Sattel und Zaum, mit klarem Golde uͤberzogen und mit edlen Steinen beſetzt; viele perſiſche Kleider, die als Oberroͤcke getragen werden mußten, und an Gelde uͤber 4000 Thaler. Dabei ward bedungen, daß mwir bei der Tafel in den perſiſchen Kleidern erſcheinen ſollten, was auch, jedoch ungerne, geſchehen iſt. Nach dieſem Gaſtmale ertheilte der Koͤnig den Geſandten ihren Abſchied, mit dem Verſprechen, daß er ſelbſt Euen Geſandten an den Hof unſeres Fuͤrſten ſchicken wolle. Vor unſerer Abreiſe machten die Vornehmſten des Neiches, unter welchen auch der Kanzler war, den Geſandten und ihren Begleitern, viele, zum Theil ko tbare Geſchenke.

XXXXVII. Wir ruͤſteten uns von nun an zur Abreiſe von Iſpahan, einer Stadt, welche fruͤher als Verſammlungsort der Kriegsheere, nun aber durch den Sitz der perſiſchen Koͤnige beruͤhmt iſt. Sie liegt auf einer Ebene und wird in einer Entfernung von 6 Stunden durch anſehnliche Gebirge begraͤnzt. Im Umkreiſe hat ſie 8 teutſche Meilen; die Stadtmauern ſind ſchlecht, von getrockneter Erde; die Graͤben ganz

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