Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Hofmeiſter aber berauſchte ſich. Der Monarch laͤchelte anfangs uͤber deſſen Unarten, hieß ihn aber zuletzt weggehen und zu Pferde ſteigen, damit er unh Hauſe koͤnnte gebracht werden. Der Hofmeiſten ging zwar weg; allein er war nicht zu bewegen, ſein Pferd zu beſteigen. Da kam der Koͤnig ſelbſt, und als der Be⸗ trunkene mit rauhen Worten ſich immer noch wei⸗ gerte, zog der Koͤnig ſeinen Saͤbel, woruͤber alle Anu⸗ weſende heftig erſchracken. Denn mehrere Beiſpiele hatten ſie belehrt, daß der Jaͤhzorn ihres Herrn ihn manche That hat bereuen laſſen. Es ſtand aber der Hofmeiſter in des Koͤnigs beſonderer Gnade, ſo daß dieſer den Sinn⸗ und Kraftloſen auf ein Pferd bin⸗ den ließ und lachend davon ging.

Den Beſchluß dieſer Jagd machte ein Tauben⸗ Scharmuͤtzel. Man fuͤhrte uns auf einen runden, ho⸗ hen Thurm, welcher inwendig voll Taubenloͤcher war, wohin Tauſende dieſer Thiere geniſtet hatten. Jeder, auch der Koͤnig, bekam einen Stecken in die Hand und ſtellte ſich oben an den Ausgang und vor die Oeffnungen. Nun mußten die Trompeter Laͤrm bla⸗ ſen. Die aufgeſchreckten Tauben flogen hervor, und wurden, ſo gut es ſeyn konnte, erſchlagen.

Einige Tage nachher zog der Koͤnig abermals auf bie Jagd, jedoch mit ſeinen Frauen. Ein Auoͤrufer lief durch die Gaſſen und kuͤndigte dieſes an. Da mußte Jedermann ſich in ſein Haus verſchließen; denn auf einige hundert Schritte darf ſich den koͤniglichen