114 denſelbigen Tag dee Meilen weit; erſt am folgenden begaun die Jagd. Wir trafen auf freiem Felde, außer einigen Raben und Kranichen wenig an. Es waren aber auch hin und wieder koͤnigliche Parke angebracht: darin wurden geheget Haſe, Fuͤchſe, Damhirſche und wilde Efel. Als einer der Geſandten auf ein ſolches Thier ſeine Piſtole abgefeuert und das Ziel verfehlt hatte, lachte der Koͤnig, legte einen Pfeil auf ſeinen Bogen und ſchoß ihn auf die Stirne des Wildes mei⸗ ſerlich hin, waͤhrend ſein Pferd im vollen Laufe vor⸗ uͤber flog. Ueberhaupt ſchoß der Koͤnig nur, wann er zu Pferde ſaß, und dieſes zuͤgelfrei dahin rannte. Seine Staͤrke zu zeigen, ſtieg er ab, hieb einem zah⸗ men Damhirſchen den Kopf ab und ſpaltete ihn dann auf einige Hiebe ganz durch.
XXXXIV. Waͤhrend ſolcher Unterhaltungen ent⸗ zweiten ſich zwei Diener des Koͤnigs, und einer der⸗ ſelben hieb ſeinem Kameraden den Daumen aus der Hand. Als dieſer zum Koͤnige klagend gekommen war, befahl der, daß man dem Thaͤter die Ohren ab⸗ ſchneide. Einer aus dem Gefolge verrichtete dieſes uur halb und brachte nur die Spitzen davon. Dieſes bemerkte einer der Fuͤrſten(Chan), der im Gefolge war, ritt zuruͤck und ſchnitt mit eigenen Haͤnden den nach uͤbrigen Theil des Gehoͤr⸗Organs vollkom⸗ men weg.
Waͤhrend wir in einem doͤniglichen Jagdhauſe Mahlzeit hielten, war alles xecht fruͤhlich; des Koͤnigs


