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tungen und mit Cymbeln, oder Schalmeien eine rau⸗ ſchende Muſik gemacht. Dieß thun ſie nach einer un⸗ ter ihnen herrſchenden Tradition, gemaͤß welcher die Engel muſtzirt haben ſollen, waͤhrend Chriſtus auf dem Berge die viertauſend Mann geſpeiſt hatte. Nach geendeter Muſik wurden Braut und Braͤutigam mit Roſenwaſſer beſorengt. Nach dieſem wurde der Braut ein Flor um den Arm geſchlungen, deſſen Ende der Braͤutigam ergriff, und ſeine nunmehrige Ehehaͤlfte damit zur Kirchenthuͤre hinaus zog. Sie duͤrfen in den erſten drei Tagen nicht beiſammen ſchlafen.
Da es in Perſien nicht geduldet wird, daß die Chriſten in ihren Kirchen Glocken aufhaͤngen, ſo ha⸗ ben dieſe auf ihren Thuͤrmen Bretter ſchwebend an⸗ gebracht, an welche ſie mit Haͤmmern ſchlagen, ſo⸗ bald ſie eine gottesdienſtliche Verrichtung anzeigen wollen.
Ihre Kinder taufen die Armenier erſt nach dem achten Lebensjahre. Stirbt inzwiſchen eines, ſo wird es nicht als ſelig erachtet. Wer ein Jahr lang ver⸗ ſaͤumt, das Abendmahl zu nehmen, wird nicht in ge⸗ weihte Erde begraben.
XXXXII. Ich kann nicht umhin, des Schickſa⸗ les und traurigen Endes eines teutſchen Kuͤnſtlers zu erwaͤhnen, welches ich waͤhrend unſers Aufenthaltes zu Iſpahan erfahren habe. Derſelbe war ein Uhr⸗ macher aus der Schweitz, Namens Johaun Ru⸗ dolf Stadler. Er war ſchon 5 Jahre am Hofe


