Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Spielen waren ſie viel zie rlicher und kunſtreicher, aber guch noch viel uͤppiger, als perſiſchen Maͤdchen. Man ſagte uns, daß bei aͤhnlichen Gelegenheiten oͤf ters Spiele oͤffentlich aufgefuͤhrt werden, welche, mir allen Abwechſelungen vollendeter Woluſt, nur in die Einſamkeit der Liebes⸗Tempel zuruͤck gezogen werden ſollten.

XXXXI. In dieſen Tagen ſah ich auch eine ar⸗ meniſche Hochzeit. Heerpauken und Cymbeln ſpiel⸗ ten voran; dann folgten zwei Knaben mit brennenden Wachslichtern; nach ihnen der Braͤutigam in ſchoͤnen, bunten Kleidern, zwiſchen zwei wohl heraus geputzten Reitern. Nun kamen Mehrere zu Fuß, welche grofe Schuͤſſeln trugen mit allerlei Eſſen und Krüge mit Wein. Als man zur Kirche gekommen war, ſetzte man ſich, und ſing zu eſſen und zu trinken an. Was uͤbrig blieb, war fuͤr den Prieſter zum Opfer beſimmt.

Jetzt erſchien auch die Braut, in einem weißen Schleier dicht verhuͤlt, mit mehrern andern, gleich⸗ falls verſchleierten Frauen und Maͤdchen. Der Prie⸗ ker ſprach vom Alrade zenen langen Segen, legte dann der Vermaͤhlten Haͤnde und Koͤpfe an einander, jedoch ſo, daß des Mannes Haupt hoͤher ſtand. Ueber beide wurde ein hoͤlzernes Kreuz gehalten und der Schwur ausg he; daß ſie ſich unter Kreuz und Leiden tre d bleiben wollen. Zuletzt reichte ihnen der Prieſte s Abendmahl: die geſegnete Ho⸗ ſtie in geſegneten Wein gelaucht. Dabei wurde ge⸗

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