Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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mit guten Betten verſehen war, mußte ziemlich frieren.

Es iſt noch zu berichten, daß um dieſe Zeit viele engliſche Kaufleute zu Iſpahan anweſend waren. Sie beſuchten die Ge ſandten und luden ſie fernerhin zu einem Gaſtmahle. Dasſelbe war ganz nach euro⸗ paͤiſcher Art zugerichtet; nach der Tafel aber tra⸗ ten mehrere indiſche Schauſpielerinnen und Taͤnzerin⸗ nen auf, in Begleitung ihrer Maͤnner und Liebhaber. Ihr Angeſicht war wohl etwas gelb⸗ ſchwarzz uͤbrigens waren ihre Zuͤge zart und wohlgeſtaltet. Um den Hals trugen ſie viele Perlen und Gold, ſo auch in den Ohren. Ihre Armbander waren theils aus Sil⸗ ber, theils aus Perlen; die Finger mit vielen Ringen beſteckt. Am Daumen trugen ſie einen hell polierten Stahl, der ihnen ſtatt der Spiegels dienen mußte. Ihre Kleider waren vom duͤnnſten Seidenzeuge, gleich⸗ ſam aus Luft gewebt. Die Locken bedeckte ein Sil⸗ berflor, welcher vom Haupte in ſchoͤn geſtickten, brei⸗ ten Schleifen, bis an die Fuͤße reichte. Dieſe ſchlu⸗ gen ſie im Tanze oft um ſich. An den Knoͤcheln ih⸗ rer Füße hingen Schellen von Meſſing, in den Haͤn⸗ den hielten ſie ebenfalls ein klingendes Inſtrument. Sie hatten aber nebenbei eine beſondere Muſik, Hand⸗ pauken und Floͤten. Die Taͤnzerinnen machten die ſeltſamſten Bewegungen, und luden, ſo zu ſagen, die Gaͤſte mit Haͤnden und Fuͤßen ein, ihre Schoͤnheiten zu bewundern und davon zu genießen. In allen ihren