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Stadt, welche dem Koͤnige Tribut geben, und in jeder Stunde zu ſeinem Dienſte bereit ſeyn mußten.
Der Koͤnig ließ nun die Geſandten ihren Vor⸗ trag erſtatten, und ſich die Sendſchreiben uͤberreichen. Er verſprach, hierauf Beſcheid zu geben, und lud die ſaͤmmtlichen Anweſenden ein, ſich nunmehr der Froͤh⸗ lichkeit zu uͤberlaffen. Darauf wurden die Geſchenke in die Schatzkammer getragen.
Jetzt wurde die Tafel bereitet, d. h. der ganze Saal, ſo weit die Gaͤſte ſaſſen, mit Konfekt und Obft befetzt. Goldene Gefaͤſſe wurden zwiſchen gordene Fla⸗ ſchen geſcellt; dieſe aber waren leer, und unr zur Zier⸗ de vorhanden. Ueberall, wohin ſich das Auge wendete, war Gold, aber von ſchlechter Arbeit, platt und un⸗ polirt. Nur des Koͤnigs Tr ſchirr war mit Rubi⸗ nen beſetzt. Waͤhrend guter hiraſſer⸗Wein in der Runde getrunken wurde, trieben einige Gauckler ihr Spiel. Nach einer Stunde wurde das Konfekt abge⸗ tragen, dafuͤr aber brachte man auf den Koͤpfen große, goldene Toͤpfe, voll von Fleiſch, Reiß, Huͤhnern und Eierkuchen. Der koͤnigliche Vorſchneider vertheilte dieſe Speiſen an die Gaͤſte.— brend des Mahles wurde nicht viel gelprochen; jedoch ließ ſich eine ziem⸗ lich augenehme Muſik hoͤren, und die Taͤnzerinnen ſuchten die Anweſenden auf jede Weiſe durch ihr rei⸗ zendes Spiel zu beluſtinen. Auch einige Ringer traten auf, und zeigten ihre Gewandtheit und Staͤrke. Spaͤ⸗ ter erfuhren wir, daß hinter den Geſandten eine


