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Audienzſaal des Koͤnigs gefuͤhrt, Leibgarden waren in ſchoͤner Ordnung uͤberall aufgeſtellt; des Koͤnigs Pfer⸗ de, mit den koßtbarſten Decken behangen, ſtanden im Vorhofe unter großen, weit umher Schatten verbrei⸗ tenden Baͤumen. Sie waren mit Stricken an kurze Pfaͤhle gebunden, und am Bauche meiſtens gelb ge⸗ faͤrbt. In goldenen Schalen war thuen Waſſer vor⸗ geſtellt.
Das Luſthaus war um drei Stufen hoͤher, als der Hof, an der vordern Seite mit rothſeidenen Gardinen behangen. Sechs Saͤulen aus Marmor trugen das Gewoͤlbe. Die Waͤnde zur Linken und Rechten waren mit ſchoͤuen Gemaͤlden verziert; den Fußboden bedeck⸗ ten praͤchtige Tapeten. In der Mitte des Saales war ein Brunnen; darin ſah man ſchwimmen Blumen und verſchiedene Fruͤchte. Umher ſtanden viele goldene und glaͤſerne Weinflaſchen, mit langen, ſchmalen Haͤl⸗ ſen, mit Reiger⸗Buͤſchen, oder Blumen⸗Kraͤnzen verziert.
Hinter dieſen Brunnen, an der Wand, ſaß der Koͤnig auf der Erde, jedoch auf ſeidenen Kuͤſſen, und mit uͤber einander geſchlagenen Beinen. Er war ein Mann von 27 Jahren, weiß und wohlgeſtaltet von Angeſicht. Der kleine, ſchwarze Knebelbart war nicht berab hangend, wie bei den uͤbrigen Perſern. Sein Kleid war von Gold geſtickt; am Turban trug er einen großen Diamant, uͤber welchen ſich zwei Kranichs⸗ Federn erhoben. Am aͤrmelloſen Ueberpocke bingen


