103 wohl tauſend Gulden an Werth. Unter andern kam ich bei dieſer Gelegenheit um das Meinige, und hatte von Habſeligkeiten nichts mehr, als was ich am Leibe trug.
Die Geſchichte dieſes kleinen Krieges hatte ſich ſchnell in der ganzen Stadt verbreitet. Haufenweiſe ſtroͤmte das Volk, dem ein ſolcher Vorfall ganz fremd und unerhoͤrt war, durch die Straßen. Auch dem Koͤ⸗ nige wurde, was geſchehen, angezeigt. Anfangs glaubte er, die Geſandten haͤtten keine andere Abſicht, als Aufruhr in ſeiner Reſibenz zu verbreiten. Er befahl,
ihnen den Kopf abzuſchlagen. Doch wurde er von
dieſem Vorhaben durch guten Rath bald wieder abge⸗ bracht. Aber ſchnell ſchickte er einen Hauptmann ſei⸗ ner Leibgarde, und mit ihm etliche Hundert Mann. Dieſe ſtellten augenblicklich die Ruhe her. Die Indier entfernten ſich ſo ſchnell ſie konnten. Ihr Geſandter aber mußte am folgenden Morgen die Reſidenz ver⸗ laſfen, und mit ſeinen Voͤlkern uͤber die Graͤnze ge⸗ ſchafft werden.
Der Hof, welcher jetzt fuͤr uns zum Quartier be⸗ ſtimmt war, war ſehr weit und bequem. Ein Bach floß durch denſelben, und erhob ſich in einem angraͤn⸗ zenden Garten zu einem ſchoͤnen Springbrunnen. Ein Spaziergang von niedrigen Baͤumen fuͤhrte nebenher. Ringsum waren zierliche Gebaͤude und einige Luſt⸗ haͤuſer. Wohl eingerichtete Saͤle und viele Gemaͤcher nahmen uns auf. Mehr als hundert Thuͤren ührten


