Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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102 ter zu Boden lag, fielen ſie uͤber ihn her, riſſen ihm den Kopf ab, und ſchleuderten ihn unter fuͤrchterli⸗ chem Geſchrei mit den Haaren hoch empor. Den Koͤrper aber banden ſie an den Fuß eines Pferdes. Der Gemordete hieß Peter Wolter, ein frommer, ſtiller Menſch. Ohne Zweiſel iſt er von Hunden ge⸗ freſſen worden.

Wir waren in unſern Quartieren zu ſehr zerſtreut, um uns in Gemeinſchaft ſchuͤtzen zu koͤnnen. Die Ge⸗ ſandten verlangten deßwegen eine andere, bequemere Wohnung. Sie ward uns auch gegeben, in der Mitte der Stadt. Als aber der Umzug nicht gleichzeitig hatte geſchehen koͤnnen, traf es ſich, daß einige, unter wel⸗ cchen auch ich war, von den Indiern angefallen wur⸗

den, waͤhrend die Geſandten ſchon im Hotel waren. Dieſes war einer föͤrmlichen Belagerung ausgeſet; man ſchoß mit Flinten und Pfeilen nach uns. Einer der letztern flog keinen Zoll weit von meinem Auge voruͤber, und blieb in der nahen Wand ſtecken. Ich nahm mir ſo viel Zeit, denſelben heraus zu ziehen, zund zum immerwaͤhrenden Gedaͤchtniße mit mir zu nehmen.

Vier Stunden dauerte das Gefecht; auf unſerer Seite waren bereits fuͤnf, von den Indiern zwanzig getodtet worden. Die Geſandten hatten die Mauern ihres Hotels durchbrochen, und ſich in die Gaͤrten der Armenier verſteckt. Alles, Gepaͤck, welches noch vor

dder Thuͤre lag, wurde gepluͤndert und fortgeſchleppt,