Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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und mehrere Hoͤflinge entgegen geſchickt. Ueber zwei⸗ tauſend Mann zu Pferde begleiteten uns; Muſit eroͤff⸗ nete, und beſchloß den Zug. Die Menge des gaffen⸗ den Volkes konnte man kaum ſehen vor dem uͤberall aufwirbelnden Staub. Wir zogen durch ſehr viele Straſſen, am koͤniglichen Pallaſte voruͤber, in die Vor⸗ ſtadt Tzalfa, die von den reichſten armeniſchen Kaufleuten bewohnt wird, welche uns in ihre Quar⸗ tiere aufnahmen. Kaum waren die Geſandten abge⸗ ſtiegen, als ſchon koͤnigliche Diener erſchienen, die ſchoͤnſten, ſeidenen Tafeltuͤcher auf die Erde breiteten, und 31 goldene Schuͤſſeln darauf ſetzten mit den koͤſt⸗ lichſten Fruͤchten. Nach einer Stunde kamen andere, und brachten auf aͤhnliche Weiſe warme Speiſen: Reiß, Huͤhner, Fiſche, u. ſ. w.

Gleichzeitig mit uns waren Geſandte des großen Moguls von Indien zu Ispahan anweſend. Leich⸗ ter Urſache degen entſpann ſich eines Tages ein Streit zwiſchen ihren und unſern Leuten, welcher dermaſſen in offene Feindſeligkeiten ausartete, daß mehrere In⸗ dianer toͤdlich verwundet wurden. Die Unſrigen aber trugen, außer einigen leichten Wunden, ſelbſt einige Beute davon, z. B. einen Saͤbel, mit einem daran haͤngenden Beutel voll Geld. Dieß reitzte unſere Fein⸗ de zur Rache. Einer unſerer Diener, als er ſich Ge⸗

ſchaͤfte halber, auf die Straße begab, wurde von ei⸗ nem Haufen Indianer uͤberfallen, und obwohl er ſich tapſer wehrte, mit Pfeilen todt geſchoffen. Kaum als