Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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mit Pfirſichen, Aprikoſen, ſehr großen Trauben und Melonen. Wir ſchickten ihnen, wie auch dem Prin⸗ zen Muſal, koͤſtliche Waſſer, Branntwein und Con⸗ fekt. Eines Tages beſuchten uns perſiſche Kaufleute und brachten Fruͤchte zum Geſchenke. Sie waren ſehr freundlich und geſittet, was gegen die Ruſſen ſehr al⸗ ſtach. Wir bewirtheten ſie mit franzoͤſiſchem Weine, wovon ſie ſo betrunken wurden, daß etliche in das Waſſer ſielen, als ſie wieder aus unſerm Schiffe ſtei⸗ gen wollten. Ueber die Groͤße unſers Schiffes wun⸗ derten ſie ſich ſehr. Sie hatten noch keines der Art geſehen. Denn ſelbſt auf dem kaſpiſchen Meere ſind ſie nicht groß, und haben nur ein Segel. Sie wagen ſich auch nicht gerne uͤber 10 Faden tief in die See.

Am 19. Sept. beſuchte uns der Fuͤrſt M uſal. Wir ſchickten ihm ein Boot entgegen, das mit Dep⸗ pichen ausgelegt und verziert war. Er ſelbſt erſchien mit vierzig Perſonen, war von langem, ſtarkem Koͤr⸗ perbau und mit einem koͤſtlichen, mit Gold und Perlen geſtickten, ruſſiſchen Kleide bedeckt. Sein Gelicht war weiß und freundlich, ſein Haar kohlſchwarz. Er war ungefaͤhr 28 Jahre alt, luſtig und beredſam. Als er an Bord getreten, ließen ſich Trompeten luſtig hoͤ⸗ ren, und einige Salven donnerten darein. Er beſah das Schiff und unſere Leute, die alle an ihrem Platze waren, mit Wohlgefallen, genoß jedoch von unſerer, ihm vorgeſetzten Tafel nichts. Als er abfuhr, wurden wieder einige Salven gegeben.